Album Folk-Pop — 18 Februar 2012
Nolwenn Leroy – Bretonne

Nolwenn Leroy – ein Name der hierzulande bis vor kurzem nur wenigen Leuten ein Begriff war. Ihr neustes Werk “Bretonne” welches seit knapp zwei Wochen in Deutschland erhältlich ist, wurde bereits vor zwei Jahren in Frankreich veröffentlicht und heimste dort und in Belgien umgehend eine Nummer 1 Platzierung ein. Doch nun hat sich die junge 29-jährige französische Sängerin aus der Bretagne, welche im Jahr 2003 als Siegerin der Show “Star Academy” gekürt wurde, auch in die deutschen Herzen gesungen. Mit ihren traditionellen Folksongs aus der Bretagne, die in klassischen Klängen aus Flöten, Geigen, Dudelsäcken und Harfe gehalten sind, dennoch aber einen modernen Charakter besitzen, äußert sie ihre Liebe zu ihrer Heimat.

Auch wenn immer wieder gerne versucht wird Vergleich zu gängigen Pophits zu ziehen oder ihr Ähnlichkeiten zu “ZAZ” nachgesagt werden, sticht sie mit ihrer Musik raus und lässt sich auch nicht in eine Schublade der 0815 Hits werfen. Fünf Singleauskopplungen aus dem Album gab es bereits, darunter die wunderschöne “Brest” oder “Suite Sudarmoricaine”.

Die keltischen Volkslieder laden definitiv zum Träumen ein und haben einen sehr ruhigen und natürlichen Charakter. Dennoch handelt es sich um eine Neuinterpretation ihrerseits und wirkt sehr stimmig und ungekünstelt. Neben intimen Nummern wie “Siul à ruin”, gibt es aber auch etwas peppigere Titel, die durchaus tanzbar sind wie “La jument de Michao”. Ebenfalls für Abwechslung sorgen teilweise irische Lieder bzw. Texte wie der etwas melancholisch angehaucht Song “Greensleeves”. Lediglich nur von Piano und Violine begleitet und gänzlich auf Schlagzeug verzichtet, kann man sich ganz ihrer Stimme und Emotionen hingeben.

Gesamt betrachtet handelt es sich hier um ein rundes Produkt, welches sich auch am Cover der CD abzeichnet und ein altes Kinderfoto von Nolwenn Leroy zeigt. Zum Ausdruck gebracht werden soll vor allem ihre Heimatverbundenheit und somit eine Hommage an die Bretagne.

Alle die sowohl tanzbare, also auch melancholisch und ruhig gehaltene Lieder mögen und die französische Sprache als sehr schön erachten, können sich auf 16 Lieder, die das neuste Album beinhaltet, freuen. Der Erfolg spricht ohnehin dafür, dass man auch fernab des Mainstream gute und massentaugliche Musik machen kann.

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